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- 14.09.2026 - 08:00 

The Road (Ahead): Was postapokalyptischer Horror über den Umgang mit der Klimakrise lehrt

Bei den «Tagen des Schreckens II» im Literaturhotel Sonnenburg in Oberlech am Arlberg stand Cormac McCarthys Roman The Road im Zentrum eines Abendvortrags von Streitberger, Schulz und Siegel. Literarische Analyse, Befunde der Erdsystemforschung und eine bildungstheoretische Perspektive griffen ineinander: Warum sind postapokalyptische Erzählungen kulturell so erfolgreich, und welche Haltungen tragen, wenn Zielmarken reissen? Ein Abend darüber, wie produktiv ästhetisch-affektives Lernen an unbequemen Stoffen wird.

Ein Vater, ein Sohn, eine Strasse durch verbrannte Landschaft: Cormac McCarthys The Road erzählt vom Leben nach dem Zusammenbruch. Im Rahmen der Reihe «Tage des Schreckens II» im Hotel Sonnenburg in Oberlech am Arlberg machten Sebastian Streitberger, Johannes Schulz und Dr. Stefan T. Siegel den Roman zum Ausgangspunkt einer Frage, die über die Literatur hinausreicht: Was lernen wir aus Erzählungen ohne gutes Ende?

Die Präsentation untersucht die Schnittstelle zwischen fiktionalen apokalyptischen Erzählungen und den harten Realitäten moderner Umweltkrisen. Ausgehend von Cormac McCarthys Roman „The Road“ als zentralem Bezugspunkt untersuchen die Präsentierenden, wie dystopische Geschichten der Gesellschaft helfen, Ängste im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem ökologischen Zusammenbruch zu verarbeiten.

Das Material stellt die in der Literatur dargestellte totale Verwüstung aktuellen wissenschaftlichen Daten gegenüber, darunter die planetarischen Grenzen, der Rückgang von Biodiversität und jüngste extreme Wetterereignisse wie der Hurrikan Helene. Es legt letztlich nahe, dass fiktive Figuren zwar um ihr nacktes Überleben kämpfen, die heutige Gesellschaft sich jedoch allenfalls in einem vorapokalyptischen Zustand befindet, in dem Handeln noch möglich ist. Das Projekt zielt darauf ab, die emotionale Akzeptanz von Verlust zu fördern und gleichzeitig den „Meliorismus“ als strategischen Leitfaden für den Umgang mit einer sich wandelnden Welt zu nutzen.

Bemerkenswert war dabei das Setting: ein Literaturhotel in den Bergen mit spannenden Vorträgen, Workshops, Wellness und Kulinarik. Ein eindrückliches und inspirierendes Wochenende.

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